Hohe Tagesgeldzinsen erhält man nicht auf jedem Tagesgeldkonto, doch wo gibt es die höchsten Zinsen?
Die Zeiten in denen sogar Sparkassen hohe Tagesgeld Zinsen boten sind leider vorbei. Mit den immer weiter gesunkenen Leitzinsen sind auch die gebotenen Zinssätze gefallen, dies betrifft alle Tagesgeldkonten, jedoch in unterschiedlicher Höhe. Während aktuell bei Sparkassen nicht einmal mehr 1,5% möglich sind, bieten einige Filialbanken immerhin noch Zinsen um die zwei Prozent. Doch auch dies ist natürlich keinesfalls befriedigend. Um höhere Zinssätze zu erhalten, muss man schon zu Direktbanken gehen oder sogar die in Deutschland erhältlichen Angebote ausländischer Banken.
Deutsche Direktbanken, die Tagesgeldkonten mit deutlich attraktiveren Zinsen bieten, gibt es durchaus mehrere. Doch auch hier gibt es noch entscheidende Unterschiede in der Zinshöhe. So bietet die Volkswagen Bank aktuell noch immer 4,00% p.a. und hierbei sogar eine monatliche Gutschrift der erwirtschafteten Zinsen, so dass die tatsächliche Rendite am Ende des Jahres durch Zinseszinsen sogar noch etwas höher ausfällt. Dabei wird dieser Tagesgeldzins sogar ab dem ersten Euro bezahlt und nicht, wie bei vielen Sparkassen üblich, erst ab einer gewissen Anlagenhöhe.
Ein weiteres gutes Angebot stammt von der Comdirect Bank, welche mit aktuell 3,25% p.a. zwar etwas weniger bietet, diesen Zinssatz aber für die Dauer von sechs Monaten garantiert. Somit kann sich der Anleger zumindest für ein halbes Jahr vor weiteren Zinssenkungen sicher fühlen. Zu beachten ist aber, dass bei solchen Tagesgeldkonten die Höhe der Geldanlage zwar nicht direkt begrenzt ist, der höchste Zinssatz aber nur bis zu einer gewissen Guthabenhöhe gezahlt wird, danach flacht dieser meist stark ab.
Die höchsten Tagesgeld Zinsen erhält man aber, wenn man sich für eine Bank aus dem europäischen Ausland entscheidet. Hierbei ist natürlich ganz wichtig zu beachten, dass diese in der Regel nicht über deutsche Einlagensicherungssysteme abgesichert sind. Hier entscheidet also die Rechtslage im jeweiligen Heimatland über die Höhe der Sicherung. Hinzu kommt, dass man im Falle einer Insolvenz der Bank sein Tagesgeld vom Einlagensicherungssystem des jeweiligen Landes zurückholen muss, bei einem deutschen Institut wird dies sich einfacher sein.
Derzeit gibt es gleich zwei interessante Angebote europäischer Banken, die ihre Tagesgeldkonten auch auf dem deutschen Markt anbieten. Zum einen handelt es sich dabei um die niederländische Credit Europe Bank, die bis zu einer Einlagenhöhe von 250.000 Euro einen Tagesgeldzins von 4,50% p.a. bietet. Jedoch würden wir davon abraten Beträge oberhalb der 100.000 Euro auf diesem Tagesgeldkonto anzulegen, denn nur bis zu dieser Höhe greift die niederländische Einlagensicherung.
Das zweite Tagesgeldkonto stammt von der Bank of Scotland, die ebenfalls Tagesgeldzinsen von 4,50% p.a. bietet. Bei dieser Bank ist die gesetzliche britische Einlagensicherung zuständig, welche Beträge bis 50.000 Pfund zu 100% absichert. Auch hier raten wir von einer Anlage größerer Beträge als diese 50.000 Pfund ab.
Ein Tagesgeldkonto bei einer Sparkasse oder allgemein Zinsen von weniger als zwei Prozent, sollte man auch in der jetzigen Tiefzinsphase nicht akzeptieren. Bei deutschen Direktbanken sind bereits Zinssätze von vier Prozent im Jahr möglich und ist man bereits das Geld bei einer europäischen bank anzulegen, gibt es sogar noch etwas mehr.
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